Monitorerhöhung für zwei Monitore: So wählen Sie richtig
Eine passende Monitorerhöhung für zwei Monitore muss drei Dinge leisten: Beide Standfüße vollständig aufnehmen, das gesamte Gewicht tragen und jeden Bildschirm auf eine geeignete Höhe bringen. Zusätzlich müssen vor der Plattform genügend Platz für Tastatur und Maus und hinter ihr ausreichend Raum für Kabel bleiben.
Zwei Bildschirme sind praktisch, wenn Dokument und Videokonferenz, Schnittprogramm und Vorschau oder Spiel und Chat gleichzeitig sichtbar sein sollen. Ihre Standfüße können jedoch genau die Fläche belegen, die Sie zum Arbeiten brauchen. Eine gemeinsame erhöhte Ablage schafft darunter einen zweiten Nutzungsbereich. Ob sie wirklich Platz spart, entscheidet die Passform.
1. Erst die Bildschirme anordnen, dann die Plattform auswählen
Stellen Sie beide Monitore zunächst so auf, wie Sie sie während eines normalen Arbeitstags nutzen. Ein angewinkelter Bildschirm verändert die Stellfläche seines Fußes. Auch ein Wechsel ins Hochformat kann die Anordnung beeinflussen; prüfen Sie dabei den konkreten Drehmechanismus.
Nutzen Sie einen Bildschirm überwiegend, gehört dieser direkt vor Ihre Sitzposition. Der zweite steht seitlich und ist leicht zu Ihnen gedreht. Verwenden Sie beide ähnlich häufig, können die inneren Kanten vor Ihnen liegen und die Displays nach innen angewinkelt werden. Diese Unterscheidung beschreibt auch der Leitfaden zur Monitorpositionierung des Canadian Centre for Occupational Health and Safety (CCOHS).
| Nutzung | Mögliche Lösung | Besonders prüfen |
|---|---|---|
| Zwei ähnliche Bildschirme, gleich häufig genutzt | Eine breite gemeinsame Plattform. | Gesamte Stellfläche, Abstand und endgültige Sichthöhe. |
| Hauptmonitor plus seitlicher Zweitbildschirm | Eine lange oder zwei getrennte Erhöhungen. | Der Hauptmonitor bleibt vor dem Sitzplatz, auch bei asymmetrischer Ablage. |
| Unterschiedliche Größen oder Quer- und Hochformat | Gemeinsame Plattform mit verstellbaren Monitorfüßen, getrennte Erhöhungen oder Arme. | Individuelle Höhen, Freiraum beim Drehen und Kabelzug. |
Für zwei übereinander angeordnete Displays benötigen Sie eine dafür vorgesehene Halterung. Eine waagerechte Monitorplattform bietet keine Befestigung, mit der sich Bildschirme stapeln lassen.
2. Breite und Tiefe der Monitorerhöhung richtig messen
Die gemeinsame Stellfläche beider Standfüße erfassen
Messen Sie zwischen den äußersten Punkten beider Füße und vom vordersten bis zum hintersten Auflagepunkt. Berücksichtigen Sie V-förmige Ausleger, gewölbte Rückseiten und den Abstand zwischen den Basen. Beide Füße müssen vollständig auf der nutzbaren Plattform stehen und innerhalb der vom Hersteller vorgesehenen Lastpositionen bleiben.
Die Gesamtbreite der Displays prüfen Sie separat. Die Bildschirmränder können je nach freigegebener Anordnung über die Plattform hinausragen; die Füße müssen trotzdem sicher aufliegen. Kontrollieren Sie zusätzlich den Abstand zu Wänden, Lautsprechern und dem benachbarten Bildschirm.
Zwei Monitorfüße sind jeweils 25 cm breit. Zwischen ihren nächstliegenden Kanten bleiben 35 cm. Die gemeinsame Stellfläche beträgt somit 25 + 35 + 25 = 85 cm.
Eine Plattform mit 90 cm nutzbarer Breite ließe in diesem Beispiel insgesamt 5 cm zusätzliche Fläche. Das ist keine allgemeine Sicherheitsvorgabe. Auch Tiefe, Traglast, Position der Stützen und Herstelleranweisungen müssen zur Anordnung passen.

Die nutzbare Tiefe und den verbleibenden Arbeitsplatz prüfen
Eine breite Plattform kann trotzdem zu flach sein. Vergleichen Sie ihre nutzbare Tiefe mit dem vollständigen Monitorfuß, einschließlich der hinteren Ausleger. Außenmaße können täuschen, wenn Rahmen oder abgerundete Ecken die ebene Fläche verkleinern.
Markieren Sie anschließend die Plattform auf dem Tisch. Vor ihr brauchen Sie Raum für Tastatur, Maus und Ihre übliche Armposition. Hinter ihr dürfen Kabel nicht stark geknickt werden. Eine Monitorerhöhung schafft zwar Stauraum darunter, kann auf einem flachen Tisch aber zu viel Arbeitstiefe beanspruchen.
3. Gesamtgewicht und Lastverteilung berücksichtigen
Verwenden Sie für jeden Bildschirm das Gewicht mit montiertem Originalfuß. Manche Datenblätter nennen zunächst das Gewicht ohne Standfuß. Addieren Sie Lautsprecher, Dockingstation und alle weiteren Gegenstände, die auf der Plattform stehen werden.
Ein Beispiel: Zwei Monitore mit 6 und 7 kg sowie Zubehör mit 1 kg ergeben zusammen 14 kg. Die Plattform muss diese Gesamtlast in der geplanten Anordnung laut Hersteller tragen dürfen. Eine Traglastangabe für die gesamte Ablage gilt nicht automatisch für jeden einzelnen Abschnitt.
Gerade bei ausziehbaren oder mehrteiligen Modellen sollten Sie die Lastvorgaben genau lesen. Prüfen Sie Stützenabstände, Verbindungen und die erlaubten Positionen der Monitorfüße. Ein Foto mit zwei Bildschirmen oder eine massiv wirkende Oberfläche ersetzt keine bestätigte Traglast.
4. Die benötigte Höhe für beide Monitore getrennt bestimmen
Stellen Sie zuerst Stuhl, Tastatur und Maus ein. Prüfen Sie dann beide Bildschirme aus Ihrer normalen Sitzposition. Eine entspannte Kopfhaltung und ein leicht nach unten gerichteter Blick sind sinnvolle Ausgangspunkte. CCOHS empfiehlt insbesondere bei hohen oder vertikalen Displays, die Bildschirmoberkante nicht über Augenhöhe zu positionieren. Mit einer Gleitsichtbrille kann eine niedrigere Position angenehmer sein.
Messen Sie für jedes Display, wie viel zusätzliche Höhe fehlt. Die Erhöhung entspricht dem Abstand zwischen Tischplatte und Oberseite der Plattform, einschließlich ihrer Plattenstärke. Beziehen Sie die Höhenverstellung der Originalfüße in die Rechnung ein.
Benötigt Monitor A beispielsweise 5 cm zusätzliche Höhe und Monitor B nur 2 cm, hebt eine 5 cm hohe Plattform beide um denselben Betrag an. Monitor B müsste dann an seinem eigenen Standfuß um 3 cm abgesenkt werden. Ist das nicht möglich, können getrennte Erhöhungen besser passen.
Prüfen Sie zugleich den Betrachtungsabstand. CCOHS nennt etwa eine Armlänge als Ausgangspunkt, der an Person und Aufgabe angepasst werden muss. Wenn kleine Schrift Sie zum Vorlehnen bringt, testen Sie zuerst eine größere Darstellung. Mehr Höhe allein löst dieses Problem nicht.
5. Material und Konstruktion nach der Passform vergleichen
Ein Monitorständer aus Holz kann gut zu einem wohnlichen Homeoffice passen, eine Metallplattform zu einem technischen Arbeitsplatz. Die Tragfähigkeit hängt jedoch von Aufbau, Stützenabständen und Verbindungen ab. Entscheiden Sie über die Oberfläche erst, wenn Maße und Belastbarkeit stimmen.
Bei Holz sollten Sie wissen, ob die Plattform aus Massivholz, Sperrholz oder einem beschichteten Holzwerkstoff besteht. Bei Metall zählen saubere Kanten, Verbindungen und der Schutz der Tischplatte. Prüfen Sie bei beiden Bauarten die freie Öffnung zwischen den Stützen; sie ist kleiner als die Gesamtbreite.
Vergleichen Sie den Preis mit den Funktionen, die Sie nutzen: dokumentierte Traglast, nutzbare Fläche, Verarbeitung, Stauraum und Garantiebedingungen. Eine größere Ablage oder mehr Zubehör ist dann sinnvoll, wenn es ein konkretes Problem Ihres Arbeitsplatzes löst.
6. Stauraum unter den Bildschirmen gezielt planen
Eine breite Monitorerhöhung schafft eine zweite Ebene für vorhandene Gegenstände. Messen Sie deren Höhe, Breite und Tiefe. Eine große Tastatur kann zwischen den Stützen zu breit sein, obwohl die Plattform darüber ausreichend lang ist.
Wann ein Monitorständer mit Schublade passt
Eine Schublade bietet einen festen Platz für Adapter, Stifte, Ersatzkabel und kleine Fernbedienungen. Sie kann zugleich Raum beanspruchen, den Sie für Tastatur oder geschlossenes Notebook nutzen wollten. Prüfen Sie deshalb Innenmaße und Öffnungsweg und entscheiden Sie, welche Art von Stauraum Priorität hat.
Wenn Notebook oder Dockingstation unter der Plattform betrieben werden, bleiben Lüftungsöffnungen frei. Anschlüsse und Bedienelemente müssen erreichbar sein. Lassen Sie genug Kabelspielraum, um ein Gerät herauszunehmen, ohne an den Monitoren zu ziehen.
Kabelmanagement vor dem Aufbau festlegen
Führen Sie Strom- und Videokabel hinter der Plattform und bei Bedarf in eine Kabelwanne am Schreibtisch. Fixieren Sie sie so, dass sie nicht unter den Füßen eingeklemmt werden. Bewegliche Leitungen benötigen eine eigene Reserve. Eine Ablage kann Kabel verdecken; dauerhaft ordentlich bleibt das Setup erst mit einer nachvollziehbaren Route.
Eine breite Plattform, zwei Erhöhungen oder Monitorarme?
| Lösung | Sinnvoll, wenn … | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|
| Eine breite Monitorerhöhung | Beide Originalfüße auf einer gemeinsamen Fläche stehen und Sie eine offene Ablage darunter wünschen. | Beide Geräte erhalten dieselbe zusätzliche Höhe. Lastpositionen und nutzbare Fläche müssen passen. |
| Zwei getrennte Erhöhungen | Unterschiedliche Bildschirme verschiedene Höhen oder Positionen brauchen. | Zwei Konstruktionen unterteilen den Stauraum und benötigen jeweils eine passende Auflagefläche. |
| Monitorarme | Sie Abstand, Höhe oder Winkel häufig unabhängig verändern. | VESA-Aufnahme, Traglast pro Arm, Bildschirmgröße, Bewegungsraum und Tischbefestigung prüfen. |
| Monitorarme mit Schreibtischablage | Die Arme die Bildschirme tragen und eine zusätzliche Ablage Lautsprecher, Dock oder Zubehör ordnet. | Die Ablage darf weder Armbewegung noch Zugriff auf die Klemmen behindern. |
Im Zubehörhandel heißt eine erhöhte Schreibtischablage auch Desk Shelf. Sie kann ergänzend zu Monitorarmen nützlich sein. Befestigen Sie einen Arm jedoch nur dann direkt an der Ablage, wenn deren Hersteller diese Montage und die entstehenden Kräfte ausdrücklich zulässt.
Eine FENGE Monitorerhöhung für das Doppelmonitor-Setup auswählen
Für einen festen Arbeitsplatz mit Originalfüßen ist eine gemeinsame Plattform eine praktische Lösung: Sie benötigen keine VESA-Montage, können die vorhandenen Füße weiterverwenden und schaffen Stauraum unter den Displays. Die klassische FENGE Rodin-Serie kommt für solche Anordnungen infrage.
Nach den von FENGE bereitgestellten Produktangaben ist die Standardausführung für bis zu zwei 27-Zoll-Monitore oder einen Ultrawide-Monitor vorgesehen. Diese Angabe ersetzt die Passformprüfung nicht: Vergleichen Sie die vollständige Stellfläche beider Füße, das Gesamtgewicht und die benötigte Erhöhung mit der konkreten Ausführung.
Wünschen Sie zusätzliche Organisationsfunktionen, bietet die Matrix-Serie nach der vorliegenden Produktpositionierung flexibel konfigurierbare Zubehörlösungen. Prüfen Sie beim jeweiligen Modell, welche Ablagen oder Schubladen enthalten sind und welche Maße sowie Traglasten für die gewählte Konfiguration gelten.
Mit Ihren Messwerten die passende FENGE Lösung finden
Halten Sie gemeinsame Fußbreite, Fußtiefe, Gesamtgewicht und Zielhöhe bereit. Vergleichen Sie anschließend die aktuellen FENGE Modelle im deutschen Shop anhand dieser Werte. So lässt sich beurteilen, welche Plattform beide Bildschirme unterstützt und genügend Fläche für Maus, Tastatur und tägliches Zubehör lässt.

Checkliste vor dem Kauf
- Beide Monitore in ihrer endgültigen Position und ihrem gewünschten Winkel aufstellen.
- Gesamte Stellfläche der Füße sowie die separate Bildschirmspanne messen.
- Gewichte mit Originalfüßen und Zubehör auf der Plattform addieren.
- Traglast und erlaubte Lastverteilung für die konkrete Ausführung prüfen.
- Benötigte zusätzliche Höhe für jeden Monitor einzeln bestimmen.
- Verbleibende Tischfläche, Betrachtungsabstand und Stauraum ausmessen.
- Schubladenzugang, Belüftung und Kabelweg prüfen.
- Eine breite Plattform mit getrennten Erhöhungen und Monitorarmen vergleichen.
Häufige Fragen zur Monitorerhöhung für zwei Monitore
Wie breit muss eine Monitorerhöhung für zwei 27-Zoll-Monitore sein?
Messen Sie die gemeinsame Stellfläche beider Monitorfüße in der endgültigen Anordnung. Die nutzbare Plattform muss beide Füße vollständig aufnehmen und den Herstellerangaben zur Lastverteilung entsprechen. Eine universelle Breite für alle 27-Zoll-Monitorpaare gibt es nicht.
Können unterschiedlich große Monitore auf derselben Plattform stehen?
Ja, wenn Stellfläche, Gesamtgewicht und Bildschirmpositionen passen. Eine gemeinsame Plattform hebt beide Geräte um denselben Betrag an. Unterschiedliche Ausgangshöhen müssen Sie über die Monitorfüße ausgleichen oder mit getrennten Erhöhungen lösen.
Brauche ich für eine Monitorerhöhung eine VESA-Aufnahme?
Bei einer Plattform, auf der die Monitore mit ihren Originalfüßen stehen, benötigen Sie keine VESA-Aufnahme. Ein Monitorständer mit Montagearmen verwendet dagegen häufig VESA-Befestigungen. Prüfen Sie deshalb die Bauart des Produkts.
Ist eine Schreibtischablage sinnvoll, wenn ich Monitorarme nutze?
Ja, als Ablage für Lautsprecher, Dockingstation oder Zubehör. Die am Tisch befestigten Arme tragen dann die Monitore. Die Ablage darf Klemmen und Bewegungsraum nicht blockieren. Befestigen Sie einen Monitorarm nur dann an der Ablage, wenn deren Hersteller diese Montage ausdrücklich erlaubt.
Ist eine höhere Monitorplattform automatisch ergonomischer?
Nein. Die zusätzliche Höhe sollte zu Ihrer Sitzposition, dem Betrachtungsabstand, der Bildschirmgröße und gegebenenfalls Ihrer Brille passen. Wenn Sie das Kinn anheben müssen, ist der Bildschirm möglicherweise zu hoch. Stellen Sie zunächst Stuhl und Eingabegeräte ein und prüfen Sie anschließend die Blickposition.
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